Stundenlohn

16. Juli 2008 5 Kommentare

Es gibt Angebote, die sind so gut, dass man sie glatt ablehnen muss.

Der bestellte Schließzylinder für mein Vehikel ist soeben beim VAG-Händler eingetroffen – der alte Zylinder der Fahrerseite hat das Zeitliche gesegnet und zwingt mich derzeit, das Auto auf der Beifahrerseite zu öffnen oder zu schließen – gerade bei Regen ist die zusätzliche Runde um das Fahrzeug lästig und daheim muss ich mich immer durchs Gebüsch zum Schloss der Beifahrertür durchschlagen.

Die Frage des Herrn nach dem Einbau beantworte ich mit der Gegenfrage:” Was soll das denn kosten ?” – Moment….kurze Rückfrage im Service…..”Ja… so knapp dreißig bis vierzig Euro” kontert mein Gesprächspartner.

Danke – Ich verzichte und lass das beim Schrauber meines Vertrauens machen.

Man muss wissen, dass der Wechsel des Schließzylinder bei einem Golf IV für einen Mechaniker ca. 5 Minuten dauert – inkl. der Kippe nach erfolgreichem Wechsel. Somit käme ich beim freundlichen VAG-Service auf einen Stundenlohn von 360,- bis 480 Euro – nicht schlecht, aber ohne mich !

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Ob man so….

16. Juli 2008 Keine Kommentare

…seine Kunden dauerhaft an sich bindet ? Ich fürchte nicht…..

Ursprung dieser Email war meine Anfrage bei der , ob Bestandskunden ebenfalls von Gebühren-Senkungen profitieren.

telekom

Ps. Die Telekom hat lediglich 18 Tage zu Beantwortung benötigt !

Warum….

3. Juli 2008 Keine Kommentare

…man Telefonate mit Versicherungen mitschneiden sollte und Frage,  wieso kommen Leute, die offenbar schon als Kind Scheiße waren, an die Telefon-Hotline ???

Wie vielleicht bekannt, wurde ich Opfer des Hagelunwetters am 30.05. in Krefeld. Gut, weniger wurde ich selbst das Opfer, sondern schon mehr mein Wagen. Aber das ist ja alles kein Problem. Die Karre sieht zwar aus, als hätte jemand mit einem Hammer draufgeschlagen, aber ich habe zu meinem großen Glück im Unglück die Super-Duper-Hilft-Dir-Immer-kompetent-und-freundlich-weiter- – dachte ich zumindest.

Also am 30.05. den Schaden in Düsseldorf (weil angeblich zuständige Stelle für meinen Wohnort) gemeldet, dann am 03.06. das Fahrzeug zur Begutachtung bei der Dekra vorgeführt. Hintergrund ist der, dass ich vor einer Instandsetzung gerne die Schadenshöhe erfahren würde, um bei deiner Laufleistung von mehr als 150.000km abzuwägen, ob eine Reparatur noch Sinn macht.

Ok, die Sache ist nun mehr als einen Monat her und plötzlich bekomme ich Post aus Mainz (ja genau das, was immer so fröhlich singt und lacht). Leider lässt mich der 1,5 Zeiler in dem Brief etwas ratlos zurück. Dort steht lediglich “Gegen die Instandsetzung bestehen keine Bedenken. Reichen Sie anschließend die Originalrechnung ein”. Hmmm… ich wollte doch gerne vorher die Höhe des ermittelten Schaden’s erfahren. Das hatte ich bei meinem ersten Gespräch mit der Stelle in Düsseldorf mehrfach betont.

Egal…kann ja mal passieren….ruf ich halt mal eben in Mainz (genau, dass was immer so freundlich singt und lacht) an bei meiner Super-Duper-Hilft-Dir-Immer-kompetent-und-freundlich-weiter-Versicherung an – irgendwie hab ich nen beschissenen Zeitpunkt gewählt (dabei ist die EM doch vorbei).

“Was denn an dem Schreiben nicht zu verstehen wäre” ist die erste Frage, die mit der Mitarbeiter am Telefon entgegenbringt. (Sag mal, Mama – Darf der Mann da am Telefon so tun, als ob ich total verblödet und geistig minderbemittelt bin ?)

Ich ringe bereits jetzt mit meiner Fassung. Der Typ ist von Anfang an pampig, unfreundlich (obwohl ich in Mainz angerufen habe!) und teilt mir durch einen unmissverständlichen Unterton mit, dass

  • ich in seinen Augen ein dummes Arschloch bin.
  • ich ihm seine Zeit stehle.
  • ich mich besser anderswo versichert hätte.
  • es jetzt an der Zeit wäre, endlich aufzulegen.

Es ist nun an der Zeit, den Herrn am Telefon mal nach seinem Namen zu fragen – ich verstehe Mahninghaus. Als ich nun ankündige, das Gespräch zu beenden, weil mir die widerwillige und ausweichende Art auf meine Fragen einzugehen missfällt, ernte ich, wie kann es anders sein, kackfreches Unverständnis.

Er würde doch meine Fragen beantworten (nein, das tut er nicht) und außerdem sei es nicht sein Problem, dass in Düsseldorf offensichtlich vergessen wurde, die Info weiter zu reichen (Ich weiß, dass es mein Problem ist -  Er sitzt ja in Mainz und macht ja gerade erst ein richtiges daraus!).Ich soll mich in Düsseldorf beschweren (Was können die dafür, dass mit ihm keiner als Kind spielen wollte?).

Richtig coole Nummer die der Herr dort durchzieht. Ich stelle mir gerade vor, dass sich so etwas an unserer Hotline abspielt und der Chef davon Wind bekommt.

Fazit:

Auch diese Versicherungsgesellschaft ist genauso gut oder schlecht wie alle anderen auch. Der “Hilft-Dir-Immer”-Slogan dieser Versicherung, die ich nicht explizit nennen möchte (man wird ja für jeden Dreck in diesem Land verklagt), ist allerdings nicht wirklich ernst zunehmen.

Solange man schön brav zahlt und keinen Schaden meldet, ist alles im tief grünen Bereich. Wehe, es tritt ein Schaden ein – das ist so wie vor Gericht und auf hoher See – man fühlt sich in Gottes Hand!

Tag 3 – The Day after

3. Juli 2008 Keine Kommentare

….Stammtisch am Mittwoch Abend.

Gestern war wieder Stammtisch. Ich als frischer Nicht- Ex-Raucher mittendrin. Die Prognosen Außenstehender waren eher negativ, da hier mit einer gefährlichen Konstellation aus Zigarettenqualm, Alkohol und Gruppendynamik zu rechnen war.

Ich habe standgehalten – es war auch nicht so schlimm, wie ich zunächst vermutet hatte. Rückblickend kann ich sagen, ich war zu keinem Zeitpunkt rückfallgefährdet.

Was ich allerdings gestern Abend bemerken konnte, war dass sich meine Geruchs- und Geschmackswahrnehmung bereits verändern. Zigarettenqualm riecht anders und viel intensiver, als man das als Raucher kennt – Nicht völlig anders aber viel intensiver schmeckte auch das Essen und das Bier.

Ansonsten – nichts neues. Kein übermäßiger Schmacht, keine Rückfall-Attacken.

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Tag 2 des Versuchs

2. Juli 2008 Keine Kommentare

Ich glaube nicht, dass ich nun jeden Tag in der Zukunft hier dokumentieren muss, aber ich denke, gerade die Anfangsphase des Nicht- Ex-Raucher-Seins ist etwas interessanter.

2. Tag
Ein Tag und 8 Stunden ohne neuen Nikotin-Nachschub für meinen Körper. Ich habe Angst, dass mich irgendwann, dann wenn ich nicht damit rechne, die Sucht übermannt und ich vielleicht erst straffällig (Kippenklau) und dann rückfällig werde.  Ich habe deshalb “Angst” weil ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht dieses totale Schmachtgefühl habe, ich habe auch kein Verlangen nach einer Zigarette. Das ist das, worüber ich mir gerade Gedanken mache.

Wenn man andere Leute vom “Aufhören” erzählen hört, dann ist man, gerade am Anfang, stark gefährdet, was das Abrutschen in die Beschaffungskriminalität anbetrifft. Man würde für eine Kippe alles tun, so der allgemeine Tenor derer, die vom Glimmstengel die Finger gelassen haben. Ich hab’s nicht – jedenfalls nicht so, wie beschrieben.

Heute Abend steht dann die nächste Bewährungsprobe an – Treffen mit der Jungs zum mittwöchlichen Stammtisch. Da sich unter den Kollegen dort mehrere Null-Toleranz-Raucher* befinden, bin ich mal gespannt, wie das werden wird – der Plan sieht vor, trotz Bierkonsum, in Sachen Nikotin standhaft zu bleiben.

Ich werde berichten.

*Null-Toleranz-Raucher = Raucher, die grundsätzlich keine Rücksicht auf ihr Umfeld nehmen. Auch stört es sie in keiner Art und Weise, wenn z.B. andere Leute noch beim Essen sind. In diesen Situationen tun sich diese dann durch besonders kluge Sprüche wie “Wieso meckerst du ? Mich stört’s ja auch nicht, wenn du noch isst!” hervor. Das ist auch der Grund, warum ich (auch vorgestern noch) so für das Rauchverbot in Restaurants bin.

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