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Dilettantisch

30. März 2009 Keine Kommentare

Wikipedia meint zum Thema Dilettant oder dilettantisch:

In der heutigen Umgangssprache wird der Begriff meist negativ wertend verwendet, wenn eine Tätigkeit unfachmännisch, unsachgemäß, fehlerhaft, stümperhaft, oberflächlich, somit dilettantisch erledigt wurde.

Vielleicht sollte ich den Link mal an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle schicken. Seit heute, dem 30. März 2009, soll die Beantragung für die sogenannte Abwrackpräme (Umweltprämie) für Kraftfahrzeuge nur noch über ein Online-Formular möglich sein – wie gesagt, es SOLL möglich sein.

Wie das aber nun mal so ist mit Behörden, geht sowas zielsicher in die Hose. Man könnte meinen, ein Amt, egal auf Bundes- oder kommunaler Ebene, hat genügend Kompetenzen im Haus, um so etwas einzurichten oder besser einrichten zu lassen. Faktisch geht auf der URL www.ump.bafa.de nichts – ich habe nichts anderes erwartet.

Entweder…

12. März 2009 Keine Kommentare

Neulich war ich beim Arzt. Bei einem Orthopäden in Krefeld am Zoo, um genau zu sein.

Gründe meines Besuches, so gab ich es denn auch bei der Anmeldung an, waren 2 Beschwerden. Eine grob im Bereich der Lendenwirbelsäule und die andere im Bereich der rechten Schulter/Oberarm.

“Da müssen Sie sich aber entscheiden”. Entscheiden ? Wie jetzt ? Was soll ich entscheiden ? Soll ich entscheiden, was zuerst behandelt wird, oder was ? “Nein, nicht die Reihenfolge – der Arzt wir NUR eine Beschwerde behandeln. Sie müssen sich nun entscheiden, welche Beschwerde behandelt werden soll”. What the fuck ? Versteckte Kamera oder was in der Richtung ? Nein ! Realität.

Auch im anschließenden Gespräch mit dem Arzt, wurde mir unmissverständlich klar gemacht, dass hier (Zitat) “die Sache gnadenlos durchgezogen” würde und ich mit der unbehandelten Beschwerde in der rechten Schulter im nächsten Quartal wiederkommen könne – die aktuelle Honorar- und Vergütunglage ließe ihm als Arzt keine andere Wahl – ich glaube, ich bin spontan aus Solidarität mit diesem Mitglied einer sozialen Randgruppe in Tränen ausgebrochen.

Daraufhin habe ich mich an meine Krankenkasse gewandt. Meine Bitte an die Krankenkasse wegen der Erstattung der halben Beiträge wurde mit einem “Schulterzucken” beantwortet – gut, diese Bitte war auch nicht wirklich ernst zu nehmen. Allerdings hat es mich doch verwundert, dass es keine direkte Möglichkeit gibt, gegen so einen Mediziner vorzugehen – einzige Chance wäre es, diesen Fall der Kassenärztlichen Vereinigung vorzulegen.

Hiervon möchte ich aber absehen. Die Kassenärztliche Vereinigung als Interessenvertretung der Ärzte wird hier mit Sicherheit nicht tätig werden – eine Krähe hakt der anderen schließlich kein Auge aus, sagt man ja. Daher ist mein Vertrauen in eine solche Organisation gegen Null tendierend.

Wenigstens darf ich dann, nach Zahlung von erneuten 10 Euro, einen anderen Facharzt aufsuchen, der sich die Sache dann mal ansieht.

Erfahrung

16. Februar 2009 Keine Kommentare

Gestern kam ich in Krefeld am Freibad Neptun in Krefeld-Fischeln vorbei und konnte bereits aus der weiten Entfernung einen auf der Gegenfahrbahn stehenden Rettungswagen mit aktivem Blaulicht stehen sehen. Was dann beim langsamen Näherkommen merkwürdig erschien, war ein quer auf dem Gehweg stehender silberner Kleinwagen, der ursprünglich aus der gleichen Richtung gekommen sein musste, wie ich. Dieser muss dann aber nach links die Gegenfahrbahn gequert haben und nach dem Passieren des Bordsteins und Radwegs an der dort vorhandenen Hecke auf dem Gehweg zum Stehen gekommen sein.

Hinter dem Rettungswagen stand noch ein Streifenwagen der Polizei und meine Fahrspur war mir stehenden (Gaffern ?) Fahrzeugen kurz nach dem Rettungswagen blockiert. Aus diesem Grund musste ich diese “Hindernisstelle” entsprechend langsam passieren. Nachdem ich an dem RTW vorbei war, gab dieser dann den Blick auf die “Szene” frei, die sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt dort “abspielte”. Zwei Rettungsassistenten versuchten einen am Boden liegenden Mann zu reanimieren, der nicht mehr wirklich lebendig aussah.
Vollkommen bizarr wurde diese Szene durch den mit den Händen in der Hosentasche stehenden Passanten, keine 2 Meter von dem Mann und den Rettungsassistenten entfernt. Ich kann nur mutmaßen, ob es sich bei dieser Person um einen Beteiligten, Zeugen oder Schaulustigen gehandelt hat – dennoch ein mehr als merkwürdiger Anblick.

Ich ließ die Stelle so schnell wie möglich hinter mir, da sich bereits der Notarztwagen näherte und ich hier kein Hindernis darstellen wollte – wie ich heute aus der Presse erfuhr, konnte der Mann leider nicht wiederbelebt werden. Irgendwie beschäftigt mich so etwas trotzdem nachhaltig.

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Nicht so einfach

4. Februar 2009 7 Kommentare

Die Wirtschaftskrise und die von unser Regierung auf den Weg gebrachten “Konjunkturpakete” sind ja nun durch die entsprechende Penetranz in den Medien hinreichend bekannt – am bekanntesten hiervon wird wohl die sogenannte “Abwrackprämie”, besser Umweltprämie (was auch immer das mit Umwelt zu tun hat) sein.

Hier kann man sein Fahrzeug, welches wenigstens 1 Jahr auf einen selber zugelassen ist und ein Alter von mindestens 9 Jahren hat, versuchen in 2500,- Euro vom Staat zu verwandeln. Das Fahrzeug ist zu verschrotten und die Belege müssen dann samt Antrag eingereicht werden. Sofern man zu den ersten 600.000 Antragstellern gehört, die einen gültigen Antrag eingereicht haben, bekommt man die Prämie vom Staat.

Soweit, so gut, so plausibel. Spätestens seit dem Hagelunwetter und wie hier erklärt, befindet sich mein Fahrzeug nicht mehr ganz in einem akzeptablen Zustand. Mit den Beulen könnte man leben, wenn die Technik in Ordnung und zuverlässig arbeiten würden. Leider ist das nicht mehr ganz so der Fall – der Wagen leidet deutlich an Altersbeschwerden, die irgendwann schwer ins Geld gehen – wenn ich alleine an das Automatikgetriebe denke, wird’s mir anders.

Diese Umstände haben mich dann nun dazu veranlasst, die Gunst der Stunde zu nutzen. Ich bin auf der Suche nach einem neuen Wagen. Was sich nicht ganz so einfach gestaltet – ich bin nämlich nicht der einzige, der auf der Suche ist.

Was ich allerdings bei dem großen Volkswagen-Zentrum mit meiner Frau “erfahren” durfte, ist prinzipiell kaum zu überbieten. Die Feststellung, die ich im Anschluss machen musste ist, dass der Automobilindustrie bzw. der Händlern scheinbar noch nicht schlecht genug geht. Diesen speziellen Händler hatte ich bereits hier gewürdigt. Aber, so dachten wir uns, könnte ein Besuch samt Nachfrage dort nicht schaden – zu diesem Zeitpunkt hatten wir den Erwerb eines VW Polo oder eines VW Golf IV ins Auge gefasst.

Wir betreten den Verkaufstempel das Autohaus und meine Frau fragt an der Rezeption nach, ob ein Verkaufsberater frei ist. “Hier !” schallt es uns von der anderen Seite der Theke entgegen – ein “Hier !”, welches wohl in der Hoffnung schnell noch vor Feierabend einen spritschluckenden 60.000 Euro Touareg an den Mann bzw. die Frau zu bringen, ausgestoßen wurde. Das “Wir interessieren uns für einen Polo”, welches ich nun ohne weitere Vorwarnung auf den Verkäufer loslasse, führt in Bruchteilen von Sekunden zu einer völligen Entgleisung seiner Gesichtszüge – diese sprachen nun ein “Scheiße, die Assis wollen nur so eine Minderpreviligiertenkutsche für unter 20.000…”. “Se’ sind wohl wegen der Abwrackprämie hier” ist der offensichtliche Beginn, dass “Gespräch” in eine bestimmte Richtung zu bringen – welche, offenbart sich mir allerdings nicht. Die Umgangsformen sprechen für sich. Mein “Nein, wir sind erst mal hier, um ein Fahrzeug zu erwerben” verhallt scheinbar ungehört in den großen Weiten dieses KZF-Konsumtempels.

Lange Rede, kurzer Sinn. Der Herr brach das “Verkaufsgespräch” mit dem Hinweis ab, dass alle Fahrzeuge verkauft wären, die Bestellung 3 Monate dauere und überhaupt das dann mit der Prämie nix würde. Ein letzter Versuch meinerseits “Können Sie mir ein anderes Fahrzeug anbieten” wurde mit der gleichen Erklärung beantwortet.

Somit kann ich für mich nur den Schluss ziehen, dass es in Krefeld offensichtlich kein “Krise” gibt, die Verkaufszahlen bombig sind und, so hoffen wir mal, auch bleiben.

Ps: Wir haben ein Fahrzeug bei einem kleinen, aber sehr engagierten Händler erworben – auch das war nicht einfach, lag aber nur daran, dass ich so entscheidungsfreudig bin ;)

Dumm und Dümmer….

22. Januar 2009 6 Kommentare

Gerade zufällig hier gefunden:

Jeglicher Kommentar ist überflüssig….. ;)

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