Entweder…
Neulich war ich beim Arzt. Bei einem Orthopäden in Krefeld am Zoo, um genau zu sein.
Gründe meines Besuches, so gab ich es denn auch bei der Anmeldung an, waren 2 Beschwerden. Eine grob im Bereich der Lendenwirbelsäule und die andere im Bereich der rechten Schulter/Oberarm.
“Da müssen Sie sich aber entscheiden”. Entscheiden ? Wie jetzt ? Was soll ich entscheiden ? Soll ich entscheiden, was zuerst behandelt wird, oder was ? “Nein, nicht die Reihenfolge – der Arzt wir NUR eine Beschwerde behandeln. Sie müssen sich nun entscheiden, welche Beschwerde behandelt werden soll”. What the fuck ? Versteckte Kamera oder was in der Richtung ? Nein ! Realität.
Auch im anschließenden Gespräch mit dem Arzt, wurde mir unmissverständlich klar gemacht, dass hier (Zitat) “die Sache gnadenlos durchgezogen” würde und ich mit der unbehandelten Beschwerde in der rechten Schulter im nächsten Quartal wiederkommen könne – die aktuelle Honorar- und Vergütunglage ließe ihm als Arzt keine andere Wahl – ich glaube, ich bin spontan aus Solidarität mit diesem Mitglied einer sozialen Randgruppe in Tränen ausgebrochen.
Daraufhin habe ich mich an meine Krankenkasse gewandt. Meine Bitte an die Krankenkasse wegen der Erstattung der halben Beiträge wurde mit einem “Schulterzucken” beantwortet – gut, diese Bitte war auch nicht wirklich ernst zu nehmen. Allerdings hat es mich doch verwundert, dass es keine direkte Möglichkeit gibt, gegen so einen Mediziner vorzugehen – einzige Chance wäre es, diesen Fall der Kassenärztlichen Vereinigung vorzulegen.
Hiervon möchte ich aber absehen. Die Kassenärztliche Vereinigung als Interessenvertretung der Ärzte wird hier mit Sicherheit nicht tätig werden – eine Krähe hakt der anderen schließlich kein Auge aus, sagt man ja. Daher ist mein Vertrauen in eine solche Organisation gegen Null tendierend.
Wenigstens darf ich dann, nach Zahlung von erneuten 10 Euro, einen anderen Facharzt aufsuchen, der sich die Sache dann mal ansieht.
Letzte Kommentare