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Verarztet

“Warum kann’s nicht perfekt sein ?” war einer der Titel, die gestern Abend im Königspalast in Krefeld gespielt wurden – dieser Frage schliesse ich mich hier gerne an.

Gestern Abend war ich mit meiner Frau und zwei Bekannten bei einem Konzert der (selbsternannten) “besten Band der Welt” zu gegen – die Ärzte gastierten im provinziellen Kaff mit Namen “Krefeld”.

Um es vorab auf den Punkt zu bringen: Die Band war top – die Location einfach nur Scheisse !

Die Frage nach der Perfektion richtet sich aus meiner Sicht allerdings eher an den Veranstallter bzw. den Königspalast in Krefeld – Parkplatzmangel, irreführende Schilder, “Schweißregen” von der Decke und das Schlimmste bei einem Konzertbesuch: Eine Akustik, die in der Qualität von jedem 5 Euro Kofferradio getoppt wird. Schade, schade, aber als Krefelder ist man Drittklassigkeit ja auch allen Ebenen gewohnt.

Die (in der typischen Krefelder Manier) verhunzte Akustik ist auch leider Grund, warum man als nicht-eingefleischter Fan der Ärzte, an vielen Stellen ein Problem hat, den Texten zu folgen – man versteht sie schlicht und einfach nicht – der “Sound” verkommt zum basslastigen Klangbrei, so dass unbekannte Stücke auch unverstanden bleiben.

Die Songs, die man dann kennt und somit auch verstehen kann, kommen schon gut rüber – Westerland, Radio brennt, Junge, Lasse redn, Zu spät, Himelblau, etc. lassen auch einen “Unbeteiligten” wie mich nicht unberührt. Eine wirklich gute und lockere Show, die die “Fab Three” da abliefern. Alle Achtung alleine schon für den “Drummer” Bela B., der den gesamten Gig trommelnd im Stehen absolviert – ich habe auch, trotz Sitzplatz den gesamten Gig gestanden und war, ehrlich gesagt, fertig – und ich musste nicht dabei noch die Drums bedienen – Wie war das da mit der einen Ansage : “Da drüben im Block sitzen ja immer noch welche. Aufstehen bitte! Bei einem Konzert der Ärzte sitzt noch nicht mal der Schlagzeuger, also los !”

Alles in allem kann ich jedem einen Besuch eines Ärzte-Konzertes in soweit uneingeschränkt empfehlen, wenn es nicht im Krefelder Königspalast stattfindet. Wirklich sehr unterhaltsame 165 (!!!) Minuten waren das gestern Abend mit den musikalischen Begleitern unserer Jugend (Mit Jahrgang 1971 ist man schwerlich an Klassikern wie “Elke”, Bitte, Bitte” oder “Geschwisterliebe” vorbei gekommen) . Ja, richtig gelesen – es waren 165 Minuten Programm, die uns Zuschauern da geboten wurden – ich habe selten einen Act mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis erlebt.Andere Bands gehen nach 90 Minuten von der Bühne und geben vielleicht noch 2-3 Songs als Zugabe.

Daher Daumen hoch für die Band, und der Rest, naja – vergessen wir einfach, dass wir in Krefeld waren.

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  1. 27. Mai 2008, 13:04 | #1

    Ich fand´s super und würde immer wieder zu einem Konzert von denen gehen :-) )))), aber nie wieder im Königspalast….!!!!!!!!!!!!!

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